Reserve: Brötchen-Truhen sind bis zum Rand gefüllt.

30.09.2008 07:29

© Neue Deister-Zeitung

Springer Tafel sorgt vor für schlechte Zeiten / Öffnungszeiten bleiben / Keine Ausgabe am Tag der Deutschen Einheit

Springe (kata). Insgesamt 242 Bedarfsgemeinschaften haben sich bisher bei der Springer Tafel registriert. Dahinter stecken rund 600 Menschen. Der Tafel-Vorsitzende Uwe Lampe stellte bei der Helferversammlung jedoch fest, dass 21 der Gemeinschaften noch nie Lebensmittel im Tafel-Laden abgeholt haben.

"Den Gründen dafür werde ich auf den Grund gehen", versprach Lampe. Bei der Essensausgabe am Dienstag würden rund 30 Prozent aller Registrierten die Tafel in Anspruch nehmen. An Freitagen, die für Familien und Alleinerziehende reserviert sind, kommen 42 Prozent der Bedürftigen zum Niederntor. Das seieine gute Resonanz, sodass es vorerst bei den bisherigen Öffnungszeiten - dienstags von 15 bis 18 Uhr und freitags von 15 bis 16.30 Uhr - bleibe.

Inzwischen drehen die Fahrer der Tafel nicht nur an denÖffnungstagen ihre Touren. Sie holten auch sonnabends Brote und Brötchen bei Bäckern ab und frieren sie ein. Als Reserve für schlechte Zeiten. "Zwei unserer Kühltruhen sind inzwischen voll bis zum Rand", so Lampe erfreut.

Der Tafel-Chef erzählte am Rand, dass es immer wieder zu netten Begegnungen mit Bürgern käme, die ihre Hilfe anböten. Neulich habe jemand einem Helfer einfach eine 50-Euro-Spende in bar in die Hand gedrückt. Die 64 Helfer haben sich geeinigt, die Tafel weiterhin nur mit ehrenamtliche Arbeit zu betreiben.

Am Tag der Deutschen Einheit bleibt der Tafel-Ladenübrigens geschlossen. Denn: Durch den Feiertag entfällt am Freitag, 3. Oktober, die Abholtour zu den Supermärkten.

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