Tafeleröffnung.

28.06.2008 16:38

Bilderserie+HAZ-Artikel zur Tafeleröffnung.

(tl): Die Springer Tafel feiert die offizielle Eröffnung.
Armut geht alle an: Früherer Leiter des Diakonischen Werkes lobt das große Engagement der Mitarbeiter.
SPRINGE. Die Mitglieder und Helfer der Springer Tafel haben vor vier Wochen damit begonnen, Essen an Berechtigte zu verteilen. Am Sonnabend wurde die Eröffnung in der Aula der Grundschule Hinter der Burg gefeiert.

„Mehr als 190 Bedarfsgemeinschaften sind bei uns registriert. Das gibt unserer Arbeit recht", sagte der Vorsitzende Uwe Lampe. Dennoch bliebe ein Nachgeschmack. „Die schönste Freude wäre es, wenn die Tafel in ein paar Jahren nicht mehr notwendig wäre", sagte Lampe.

Mitglieder der Springer Musikschule unterhalten die Gäste der Tafel
musikalisch. Lehmann

Der ehemalige Leiter des Diakonischen Werkes Hannover, Pastor i. R. Walter Lampe, hielt den Gastvortrag. Er lobte die Arbeit der Springer Tafel und sagte: „Armut kann nur aktiv bekämpft werden. Abstrakte Rederei geht auf die Nerven und ist kontraproduktiv."

Armut führe zu Isolation, Betroffene könnten nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen. „Es ist ein psychischer Tod mitten im Leben." Lampe sagte, dass die Forderung von Mindestlöhnen parteiübergreifend sein sollte. Bürgermeister Jörg-Roger Hische (CDU) gab ihm recht. „Ich widerspreche meiner Bundesvorsitzenden Angela Merkel. Mindestlöhne wären eine gute Sache", sagte Hische.

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