In Deutschland dürfte "Tafel" nicht nötig sein.

13.03.2008 17:23

© Neue Deister-Zeitung.
"Die Linke"übt Kritik an Essensausgabe / "In unserer Welt herrscht nicht Mangel, sondern Überfluss"

Springe (kata). In dieser Woche hat die kürzlich gegründete Springer Tafel bekannt geben, dass sie einen Standort in der Innenstadt gefunden hat. Doch die karitative Einrichtung wird nicht überall als positive Entwicklung betrachtet. So hält der Ortsverband Springe-Wennigsen der Partei "Die Linke" die Tafel nicht für eine Maßnahme, mit der ein "soziales Problem wirklich gelöst werden kann".

Zwar, so räumen die Politiker ein, "angesichts der Verhältnisse, in denen wir leben, verdienen die Männer und Frauen, die dies angeregt haben und verwirklichen, Anerkennung und Dank." Doch der Schuh drücke, weil "eine Gesellschaft, die eine ?Tafel' braucht, ist nicht in Ordnung. Es kann keinen Weg zurück in jene vergangene Jahrhunderte geben, in denen Menschen in materieller Not auf die Mildtätigkeit anderer Menschen angewiesen waren."

Was die Springer Linke dabei besonders wütend macht, ist, dass es hierzulande nicht nötig sein dürfte, auf Tafeln zurückgreifen zu müssen. "In unserer Welt herrscht nicht Mangel, sondern Überfluss", sagen sie in einer Pressemitteilung. "Deutschland gehört zu den reichsten Nationen der Welt." So glaubt der Ortsverband, "ohne dass die Wirtschaft Schaden nähme, könnte jedem und jeder ein ausreichendes Grundeinkommen gewährt werden." Die Springer befürchten: "Die Hoffnung, der Markt werde das auf die Dauer schon richten, bringt uns diesem Ziel nicht näher, sondern entfernt uns von ihm."

Die Linken appellieren an die Springer, die sich bei der "Tafel" engagieren und sie unterstützen, sich zu fragen "warum sie gebraucht wird, und wie lange noch, und wie sie überflüssig werden kann."

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